Reuversweerd
Das Nationaldenkmal Reuversweerd wurde um 1830 im Empire-Stil erbaut, dem französischen Stil, der im Kaiserreich von Napoleon seine Blütezeit erlebte. Reuversweerd war ursprünglich im Besitz der Familie Colenbrander aus Gelderland. Im Jahr 1941 ging es in den Besitz von Baron Van Sytzama über. Während des Zweiten Weltkriegs nutzten die Deutschen das Haus als Funküberwachungsstation. Am Ende des Krieges wurde das Haus durch deutschen und kanadischen Beschuss schwer beschädigt. Am 13. April 1945 wurde Van Sytzama von niederländischen SS-Männern aus dem Haus geholt und noch am selben Tag zusammen mit sieben anderen auf Schloss Engelenburg in Brummen erschossen. Die Baronin beschloss daraufhin, dass das Haus zu ihren Lebzeiten nicht mehr bewohnt werden sollte. Und so verwittert das einst vornehme Haus seit Jahrzehnten leer und unbewohnt. Seit 2018 hat Reuversweerd einen neuen Eigentümer. Er restauriert das Haus und den Garten anhand alter Zeichnungen.