Haus Voorstonden
Huis Voorstonden wurde 1550 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert erbaut, möglicherweise für die Adelsfamilie Van Wisch. Im 17. Jahrhundert...
Huis Voorstonden wurde 1550 auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert erbaut, möglicherweise für die Adelsfamilie Van Wisch. Im 17. Jahrhundert war es im Besitz von Anna van Wisch und ihrem Ehemann Alexander Schimmelpenninck van der Oye. In der Verpfändung von 1656 wurde Voorstonden als "huys ende havesate genampt Voorstonde ofte den Poll in sijnne graften, bongaerden, straeten en de holtgewass met die landerien, daeronder gehorende" beschrieben. Im späten 18. Jahrhundert wurden auf der Rückseite des Hauses ein großer Kanal und ein größerer Teich angelegt. Im Jahr 1820 ließ der Eigentümer Alexander Diederik baron van Spaen (1779-1834) das Haus radikal modernisieren. Das L-förmige Haus wurde zu einem Rechteck mit einem Giebel auf dem mittleren Flügel erweitert. Etwa zur gleichen Zeit wurden Park und Garten von J.D. Zocher sr. im Landschaftsstil umgestaltet, wobei ein Großteil der Wasserspiele ausgegraben wurde. Das Haus erhielt sein heutiges neoklassizistisches Aussehen und seine blockartige Baumasse in den Jahren 1871-1872 (im Auftrag von Herrn J.A.G. baron de Vos van Steenwijk). Im Jahr 1876 wurde ein Riesenmammutbaum gepflanzt. Mit einem Umfang von etwa 8 Metern ist er heute der dickste Riesenmammutbaum in den Niederlanden. Zwischen 1909 und 1921 engagierte die Familie De Vos van Steenwijk den Landschaftsarchitekten L.A. Springer, der einen geometrischen Garten direkt neben dem Haus anlegte. Seit 1977 befindet sich der Kern des Anwesens mit Grabenhaus, Garten, Orangerie und Kutschenhaus im Besitz der Familie Van Hoogenberk. Der verbleibende Teil ist im Besitz von Natuurmonumenten. Der Parkwald wurde 2012 restauriert. Dabei wurden die Teiche gesäubert, die Wege renoviert und die Klubbogenbrücke neu gebaut und aufgestellt, Bäume gepflanzt, die Einlaufteiche restauriert, Rohrkolben und Pflanzen gepflanzt.